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Hinweise zur Präanalytik

1. Material zur Probenentnahme/Probentransport

Entsprechendes Material für Probenentnahme und Probentransport (z.B. Serum-, EDTA-, Heparinröhrchen, Gewebetüten) werden vom Labor zur Verfügung gestellt. Bitte verwenden Sie die Materialanforderungskarten. Für den Postversand können Sie bei uns spezielle Versandtaschen und von der Post zugelassene Versandröhrchen anfordern (Box in the box). Analysen mit eingeschränkter Stabilität bitte nicht über das Wochenende versenden. Bei vielen Einsendern erfolgt der Probentransport durch einen speziell eingerichteten Fahrdienst, unsere Fahrer verfügen über Transportboxen mit Trockeneis. Damit bleibt die Kühlkette bis zum Eintreffen der Proben in unserem Labor erhalten. Falls Sie zum ersten Mal Proben in unser Labor schicken, erkundigen Sie sich bitte bei unserem Fahrdienst nach den Versandbedingung (Tel. 06221/3432-120).

2. Probenkennzeichnung

Jedes Probengefäß muß mit Vor- und Zunamen sowie Geburtsdatum des Patienten gekennzeichnet sein. Bei Stimulations- und Suppressionstests oder Tagesprofilen sollten die Proben zusätzlich so gekennzeichnet sein, daß eine eindeutige Probenidentifikation möglich ist (Uhrzeit, vor/nach Gabe etc.).

Die weitere Ausweisung des Probenmaterials als EDTA-Plasma etc. ist für die Untersuchungszuordnung hilfreich.

3. Gewinnung von Untersuchungsmaterial

Korrekte Abnahmegefäße verwenden. Beschriftung vor Blutentnahme. Wenn möglich, dem Patienten seine gefüllten Röhrchen mit seinem Namen zeigen. Blutentnahme nicht mit zu feinen Kanülen; beim Erwachsenen möglichst nicht enger als Nr.12. Bei zu feinen Kanülen und bei zu starkem Ziehen am Stempel kann Hämolyse auftreten. Möglichst standardisierte Blutentnahmezeit einrichten, z. B. 7 bis 9 Uhr (Ausnahmen bei Tagesprofilen etc.).

Medikamente in der Regel erst nach der Blutentnahme einnehmen (Ausnahme: Spitzenspiegel).

Keine Proben direktem Sonnenlicht aussetzen! Abbau von z. B. Bilirubin oder Pyridinolinen.

Venenblutentnahme unter Standardbedingungen
Blutentnahme soll zwischen 8 und 9 Uhr morgens erfolgen. Der Proband sollte für 12 h nüchtern sein.
Eine Umgebungstemperatur von 18 - 30 oC ist einzuhalten.
Vor der Blutentnahme den Patienten mindestens 10 Minuten liegen lassen.
Blutentnahme aus der Vene z.B. Ellenbeuge: Vena basilica, Vena cephalica, Vena mediana antebrachii, Vena cephalica antebrachii; Handrücken: Rete venosum dorsale manus; Leiste: Vena saphena.
Keine Entnahme aus liegenden venösen oder arteriellen Zugängen. Falls nicht möglich sollte mindestens das 10fache des Totvolumen des Katheters vorab entnommen und verworfen werden.
Blutentnahme am Arm: Faust nicht ballen bzw. öffnen und schließen ("Pumpen").
Auswahl einer gut gefüllten Vene.
Desinfektion der möglichen Punktionsstelle mit zugelassenen Desinfektionsmitteln.
Zur Bestimmung des Blutethanol keine alkoholischen Desinfektionsmittel verwenden.
Anlegen der Staubinde; die Staubinde wird handbreit herzwärts der vorgesehenen Einstichstelle angelegt (bei Entnahme am Arm). Puls fühlen, der Puls muß noch tastbar sein (d.h. Stau zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck)
Zum Einstechen der Kanüle mind. 1 Minute stauen, Einstich streng intravenös; die Haut wird gegen die Stichrichtung gespannt, die Schliffseite der Kanüle ist nach oben zu richten. Sobald Blut fließt: Stauung lösen, Blut entnehmen.
Bei der Entnahme von mehreren Blutproben sollte das Gerinnungsröhrchen NIE am Anfang stehen (Freisetzung von Gewebefaktoren durch Punktion) Nativröhrchen immer vor Röhrchen mit Additiven (Kontaminationsgefahr).
Entnahmereihenfolge bei der Venenblutentnahme
Blutkulturen
Nativblut (Serum)
Citratblut
EDTA- / Heparin-Blut
Fluoridblut
Wurde an einem Arm erfolglos punktiert, sollte der Stauvorgang nicht am selben, sondern am anderen Arm wiederholt werden. Notfalls muß der Stauvorgang distal von der Erstpunktion erfolgen.
Sobald das gewünschte Blutvolumen erreicht ist, Tupfer unmittelbar oberhalb der Einstichstelle auf die Vene auflegen, die Kanüle rasch zurückziehen und Tupfer andrücken.
Blutentnahmeröhrchen mit Antikoagulatienzusatz müssen sofort mehrmals Überkopf gemischt werden. Nicht schütteln !

Serum:
Vollblut ohne Zusätze entnehmen, mindestens 20 Min. (höchstens 1 Std.) durchgerinnen lassen, zentrifugieren (ca. 10 Min. bei 3000 U/Min.), Überstand (Serum) in unsere gelben Probenröhrchen überführen und entsprechend der Vorschriften des jeweiligen Testparameters lagern.

Plasma (EDTA-Plasma/Heparinplasma):
Vollblut in entsprechende Röhrchen (EDTA/Heparin) geben durchmischen, sofort zentrifugieren (ca. 10 Min. bei 3000 Min.), Überstand (Plasma) abheben, in unsere gelben Probenröhrchen überführen und entsprechend der Vorschrift des jeweiligen Testparameters lagern.

Plasmagewinnung für Gerinnungsanalysen

Möglichst unmittelbar, spätestens aber 1 Stunde nach Entnahme, ist das Citratblut in einem verschlossenen Zentrifugenröhrchen aus Kunststoff bei mindestens 2500 x g* 15 min. zentrifugieren.

Das Citratplasma wird unter strenger Schonung des "Buffy coat" [Leukozytenschicht zwischen Plasma und Erythrozyten] abpipettiert und in ein weiteres nicht zu großes Zentrifugenröhrchen aus Kunststoff überführt und ggfls. verschlossen bei -18 oC bis -20 oC aufbewahrt.

Bei Entnahme der zu analysierenden Probe aus einem Primärgefäß muß sichergestellt sein, daß die Entnahme aus dem mittleren Bereich der Plasmaschicht erfolgt (genügend Abstand zum Buffy coat und zur Oberfläche!).

Die Untersuchung der Probe ist innerhalb von 4 Stunden nach der Blutentnahme vorzunehmen, sofern nicht für bestimmte Bestandteile und Methoden kürzere (z.B. Faktor VIII) oder längere (z.B. Antithrombin III-Aktivität) Haltbarkeitsgrenzen bestehen.

Wenn die Aktivität eines Parameters durch Einfrieren der Probe nicht verändert wird und eine Bestimmung innerhalb der vorgeschriebenen Zeit nach der Blutentnahme nicht durchgeführt werden kann, wird die Probe in einem verschlossenen Sekundärröhrchen aus Kunststoff unmittelbar nach der ersten Zentrifugation nochmals unter den gleichen Bedingungen zentrifugiert. Die Probe wird unter sorgfältiger Trennung vom Sediment in ein für Tieftemperaturen geeignetes Kunststoffröhrchen überführt, verschlossen und sofort bei mindestens -18 oC tiefgefroren. Die Probe sollte, wenn möglich, bei mindestens -70 oC aufbewahrt werden.

Literatur: Witt I, Beeser H, Müller-Berghaus G. Minimalanforderungen zur Gewinnung von Citratplasma für hämostaseologische Analysen. Lab Med 1995; 19: 143-5

24 Std. Sammelurin, ohne Zusätze:

Beginn der Sammelperiode 7 Uhr morgens; der erste Morgenurin wird verworfen, danach komplette Sammlung aller Urinportionen bis zum nächsten Morgen 7 Uhr, inklusive Morgenurin. Gesamturinmenge gut durchmischen, benötigte Teilurinmenge in Probenröhrchen abfüllen und entsprechend lagern. 24-Std.-Sammelmenge auf Anforderungsschein vermerken.

24 Std. Sammelurin, angesäuert:

Zuerst 10 ml 10% Salzsäure in Sammelbehälter geben. Beginn der Sammelperiode 7 Uhr morgens; der erste Morgenurin wird verworfen, danach komplette Sammlung aller Urinportionen bis zum nächsten Morgen 7 Uhr, inklusive Morgenurin. Gesamturinmenge gut durchmischen, benötigte Teilurinmenge in Probenröhrchen abfüllen und entsprechend der Vorschrift des jeweiligen Testparameters (z. B. tiefgefroren, lichtgeschützt) lagern. 24 Std-Sammelmenge auf Anforderungsschein vermerken.

Analysen, die nur mit Säurezusatz durchgeführt werden können 
Weitere Analysen, die aus angesäuertem Urin durchgeführt werden können 
Analysen, die nur ohne Säurezusatz durchgeführt werden können 
Calcium 
Natrium 
pH 
Magnesium 
Kalium 
Chlorid 
anorg.Phosphat 
Harnstoff 
Osmolalität 
Oxalat 
Kreatinin 
Harnsäure (Urat) 
VMS 
Glukose 
Urinstatus 
Katecholamine 
Porphobilinogen 
Urinsediment 
5-HIES 
Delta-Aminolävulinsäure 
Amylase 
 
Hydroxyprolin 
Protein 
 
 
Albumin 
 
 
Myoglobin 
 
 
Porphyrine 
 
 
Cortisol 
 
 
Aldosteron 
 
 
Pyridinoline 
 
 
Spurenelemente (im Spez.Gefäss!) 
Spezielle Vorschriften zur Urinsammlung

5-Hydroxyindolessigsäure (HIES)
24-Stunden Harnsammlung obligat unter Zusatz von Salzsäure
Diät:einen Tag vor und während der Harnsammlung ist zu vermeiden: Avocados, Kaffee, Tee, Auberginen, Walnüsse, alkoholische Getränke und Nikotin.
Medikamentöse Störungen: Aspirin, Paracetamol, Benzodiazepine, Ephedrin, ß-Blocker, Phenobarbital, Meth-amphetamin, Reserpin, Imipramin, Ledvodopa, Phenothiazine, Promazin, Isoniazid, MAO-Hemmer u.ä. Medikamente.

Hydroxyprolin
24-Stunden Urinsammlung (nicht-obligat) unter Zusatz von Salzsäure.
Diät: Drei Tage vor und während der Urinsammlung sind zu vermeiden: kollagenhaltige Nahrungsmittel aller Art, also Fleisch, Wurst, Geflügel, fleischhaltige Suppen, Bratensauce, Fisch, Pudding, Yoghurt, Süßigkeiten, Eiscreme u.ä.
Medikamentöse Störungen: Phenobarbital, Sulfonylharnstoff-Derivate, Propranolol, Calciumglukonat.

Katecholamine und Vanillinmandelsäure (VMS)
24-Stunden Urinsammlung obligat unter Zusatz von Säure (10 ml 25 % HCl).

Oxalat
24-Stunden Urinsammlung obligat unter Zusatz von Säure. Zusatz von 500 mg K2EDTA pro Liter (Verhinderung der Bildung von unlöslichen Oxalatkristallen) 24 h vor der Sammelperiode sollte die Einnahme von Ascorbinsäure (Vitamin C) unterbleiben (bei pH > 6 wird Ascorbinsäure zu Oxalat oxidiert).
Diät: Zu vermeiden ist der Genuß von Gurken, Rhabarber, Spargel, Spinat und Tomaten

Spezielle Urinsammelvorschrift zur Bestimmung von β2-Mikroglobulin (β2-MG)
Da β2 -MG in saurem Urin sehr unstabil ist, muß der Urin resp. jede neue Urinportion leicht alkalisiert werden. Dazu wird tropfenweise Natronlauge (1 molar) dem Urin zugefügt und der pH-Wert mit Universalindikator-Papier kontrolliert. Wenn sich das Indikatorpapier grün bis grün/blau verfärbt, ist der gewünschte pH-Wert (zwischen 6 und 8) erreicht

4. Anforderungsscheine

Der jeder Probe beigefügte Anforderungsschein trägt neben den patientenspezifischen Daten wie Vor- und Zunamen, Geschlecht sowie Geburtsdaten (bei Privatpatienten komplette Adresse) folgende Einsenderangaben:

·Klinik
·Station bzw. Abteilung
·Datum und Uhrzeit der Blutentnahme
·Unterschrift des Arztes

Anforderungscheine für spezielle Kliniken können unter der Telefonnummer 04321 / 88 04-0 (Firma-ID-Form) bestellt werden. Bei Kassenpatienten bitte Überweisungsschein beilegen.

Weitere stichwortartig gehaltene Angaben zur klinischen Diagnose, Medikation, Durchführung von Funktionstests etc. ermöglichen uns eine korrekte Befundung und Plausibilitätskontrolle.

5. Testdauer (Anhaltswerte)

Angegebene Testdauer bis 8 Std.: Befundausgabe erfolgt in der Regel am Tag des Probeneingangs.

Testdauer 12-24 Std.: Befundausgabe am nächsten Tag

Testdauer bis 48 Std.: Befundausgabe nach 2 Tagen

Testdauer bis 72 Std.: Befundausgabe nach 3 Tagen.

6. Ergebnisse/Befundmitteilung

Die Befundmitteilung erfolgt schriftlich, in dringenden Fällen telefonisch, auch an Sonn- und Feiertagen. Änderungen des Probenmaterials und Einführung neuer Analysen werden rechtzeitig bekanntgegeben bzw. bei Neuauflage des Leistungsverzeichnisses aufgenommen.

7. Spezielle Entnahmevorschriften

Blutglukose: Bei Venenblutentnahme sollte dem Vollblut neben einem Antikoagulanz auch ein Glykolysehemmer (z.B. NaF, Iodacetat oder Maleinimid) zugesetzt werden. (Spezielle Röhrchen

Ethanol: NaF-Vollblut im luftdicht verschlossenen Röhrchen. Hautdesinfektion vor der Blutentnahme. keine alkoholhaltige Desinfektionsmittel für Blutalkoholbestimmungen ! Alternativ z.B.: Quecksilber(II)-chlorid (Sublimat) 3,68 mmol/l. (Spezielles Entnahmebesteck)

Saure Phosphatase: Zur Stabilisierung der Probe sollte der pH durch Zugabe von Natriumhydrogensulfat (5 mg pro ml Serum) oder 10 % iger Essigsäure (20 µl/ml Serum) auf < 6,0 bringen. (Vorgefertigte Röhrchen von z.B. Sarstedt Best. NR. 38.345)

β2-Mikroglobulin im Urin: Zur Stabilisierung der Probe muß der pH-Wert durch Zugabe von NaOH auf 6-8 eingestellt werden.

Sperma (α-Glucosidase, Carnitin, Citrat, Fructose, saure Phosphatase, Zink)
Sperma 1+1 mit physiologischer Kochsalzlösung in Fluoridröhrchen (z.B. Blutglukoseröhrchen, NaF) verdünnen

Oxalsäure im Plasma Vorschrift anfordern Stabilisator erforderlich ! (06221/3432-134)

Pancreolauryltest Test von der Apotheke beziehen, Anleitung liegt der Packung bei !

Malondialdehyd (MDA) spezielles MDA-Röhrchen anfordern (06221/3432-268)

NMP22 Urin in speziellem Stabilisatorgefäß (anzufordern 06221/3432-109)

Spurenelementanalysen

Für die Spurenelementanalysen werden wenn möglich spezielle (gereinigte / deklarierte) Entnahmeröhrchen verwendet (z.B. Becton Dickinson, Sarstedt S-Monovette für die Metallanalytik Lithiumheparinat Best. Nr. 01.1604.400 oder Vacutainer Natriumheparinat Best. Nr. 367735 )
Wenn die speziellen Röhrchen nicht verfügbar sollten Nativ- oder Neutral-Röhrchen (d.h. Blutentnahmeröhrchen ohne jeglichen Zusatz – kein Antikoagulans, - kein Gel, - kein Gerinnungaktivator [Granulat]! z.B. Nativ-Vacutainer [roter Stopfen; Neutral-Monovette-Monovette)

Untersuchungen mit molekularbiologischen Methoden

Für virusserologische und molekulargenetische Untersuchungen sollten orginalverschlossene Blutentnahmegefäße eingesandt werden (Vermeidung von Verwechslungen / Kontaminationen). Für molekularbiologische Methoden kein Heparinblut einsenden (mögliche Hemmung der PCR). Besser EDTA- oder Citrat-Vollblut !

Tiefgefroren einzusenden:
Parameter 
Probenmaterial 
EDV-Nr. 
ACTH 
EDTA-Plasma 
4120 
ADH 
EDTA-Plasma 
4250 
Adrenalin im Plasma/Urin 
EDTA-Plasma, Urin 
2035, 2037 
Aldosteron 
Serum, Urin 
4440, 4441 
Aldosteron-18-Glucuronid 
24 h Sammelurin 
4442 
a2-Antiplasmin 
Citrat-plasma 
2108 
Ammonika im Plasma 
EDTA-Plasma 
2075 
Angiotensin II 
EDTA-Plasma 
4461 
Antioxidative Kapazität, totale 
Serum oder Plasma 
2103 
APC-Resistenz 
Citrat-Plasma 
7214 
Biotin (Vitamin H) 
Serum 
4424 
C1-Inaktivator, funktionell 
Citratplasma 
3247 
Calcitonin 
EDTA-Plasma 
4350 
cAMP im Plasma 
EDTA-Plasma 
4041 
cAMP im Urin 
24 h Sammelurin 
4040 
CH-100 (gesamthämolytische Komplementaktivität) 
Serum 
3258 
CIP (Cyclase Inactive PTH) 
EDTA-Plasma 
40110 
Clostridium diff. Toxin 
Stuhl 
575 
Cysteinyldopa im Plasma 
EDTA-Plasma, Urin 
2413 
Dehydroascorbinsäure 
Serum 
2952 
Dopamin im Plasma 
EDTA-Plasma 
 
Dopamin im Urin 
24 h Sammelurin 
2450 
Fibrin-Monomer-Komplex 
Citrat-Plasma 
2585 
FK506 (Tacrolimus) 
EDTA-Vollblut 
4561 
Folsäure 
Serum 
4430 
Gastrin 
Serum 
4390 
Gerinnungsfaktoren (II,V,VII,VIII,IX,X,XI,XII,XIII) 
Citrat-Plasma 
 
Glucagon** 
EDTA-Plasma 
4490 
Heparin (anti-Xa) 
Citratplasma 
2763 
Histamin im Plasma 
Heparinblut, EDTA-Plasma, Urin 
2775, 2779, 2778 
HIV-1-RNA-Konzentration 
EDTA-Plasma 
15430 
Homocystein 
Serum / Plasma 
2783 
5-HIES im Urin 
24 h Sammelurin 
2785 
Homovanillinsäure im Urin (HVS) 
24 h Sammelurin 
2780 
IGF-1 
Serum 
4399 
IGF-BP3 
Serum 
4398 
Interleukin 1-b (IL-1-b) 
Serum 
4900 
löslicher Interleukin-2-Rezeptor (sIL-2-R) 
Serum 
4901 
Interleukin-6 (IL-6) 
Serum 
4902 
Insulin 
Serum 
4470 
Katecholamine im Plasma 
EDTA-Plasma 
2310 
Katecholamin im Urin 
24 h Sammelurin 
2315 
Lupusantikoagulans 
Citrat-Plasma (plättchenarm*) 
3417 
Lycopene 
Serum 
2913 
Malondialdehyd 
EDTA-Plasma 
2948 
Metanephrin im Urin 
24 h Sammelurin 
2965 
Methylmalonsäure 
Serum oder Heparinplasma 
2987 
Mycophenolat-Mofetil 
Serum oder EDTA-Plasma 
7033 
Neopterin 
Serum 
4338 
Noradrenalin im Plasma 
EDTA-Plasma 
7075 
Noradrenalin im Urin 
24 h Sammelurin 
7078 
Normetanephrine im Urin 
24 h Sammelurin 
7080 
Osteocalcin 
Serum 
4050 
Pankreatisches Polypeptid** 
EDTA-Plasma 
4401 
Pantothensäure 
Serum 
7132 
Parathormon intakt 
EDTA-Plasma 
4011 
Parathormon related Protein 
EDTA-Plasma 
4018 
Porphyrine im Urin 
24 h Sammelurin 
7195 
Procalcitonin 
Serum 
4336 
Proinsulin 
Serum 
4473 
Protein C Aktivität 
Citrat-Plasma 
7215 
Protein S Aktivität 
Citrat-Plasma 
7217 
PSA-freies 
Serum 
4342 
Renin direkt 
EDTA-Plasma 
4050 
Rifampicin 
Serum/Plasma 
7238 
Serotonin im Plasma/Serum/Urin 
EDTA-Plasma, Serum, Urin 
7283, 4360, 7285 
Serinämie-Screening SLO-Syndrom 
Serum/Plasma 
7291 
Tartrat-resistente-saure Phosphatase (TRAP) 
Serum 
4066 
TNF-a 
Serum 
4903 
Unveresterte Fettsäuren (NEFA) 
Serum 
2583 
Vanillinmandelsäure 
24 h Sammelurin 
7365 
VIP (Vasoactive intestinal Polypeptide)** 
EDTA-Plasma 
4400 
Vitamin A 
Serum 
7375 
Vitamin B1 
EDTA-Plasma 
7380 
Vitamin B2 
EDTA-Plasma, Serum 
7384, 7383 
Vitamin B6 
EDTA-Plasma 
7385 
Vitamin C im Urin 
Urin 
7392 
Vitamin E 
Serum 
7395 
Vitamin K 
Serum 
7397 
Von Willebrand Faktor (Ristocetin-Cofaktor-Aktivität) 
Citrat-Plasma 
7255 
Von Willebrand Faktor (Konzentration) 
Citrat-Plasma 
7400 

* Plättchenarmes Plasma: Citratblut entnehmen, sofort zentrifugieren, Überstand abnehmen, und erneut scharf zentrifugieren. Überstand sofort tieffrieren.

** Das in einem gekühlten Entnahmeröhrchen entnommene EDTA-Vollblut muß sofort weiterverarbeitet werden (Zentrifugation / Abheben des Plasmas). Ansonsten ist zur Stabilisierung der Probe dem Vollblut nach u.a. Vorschrift der Proteasehemmer Aprotinin (Trasylol ®) zuzusetzten. Bitte auf dem Anforderungsschein vermerken, damit der Verdünnungseffekt berücksichtigt werden kann !

Trasylol®-Plasma (Aprotinin = Proteinaseinhibitor)

0,3 ml Trasylol® (ins Röhrchen vorgeben) [= 6000 KIE (Kallikrein Inhibitoreinheiten)] + 2,7 ml EDTA-Vollblut, zentrifugieren, Plasma abpipettieren und tiefgefroren einsenden !

Nicht gekühlt werden sollten:
HLA-A,B,C EDTA-Vollblut
HLA-B27 EDTA-Vollblut
LDH-Isoenzyme Serum
Probenmaterial für Zytogenetik / Chromosomenanalyse / FISH-Diagnostik

Lichtgeschützt einzusendende Parameter:
Parameter 
Material 
EDV-Nr. 
Beta-Carotin 
Serum 
2300 
Bilirubin 
Fruchtwasser 
2152 
Neopterin 
Serum 
4338 
Porphyrine 
Urin 
7195 
Pyridinoline* 
Urin 
40038 
Vitamin A 
Serum 
7375 
Vitamin B1 
EDTA-Vollblut 
7380 
Vitamin B2 (FAD) 
EDTA-Vollblut 
7384 
Vitamin B2 (FAD) 
Serum 
7383 
Vitamin B6 
EDTA-Plasma 
7385 
Vitamin B12 
Serum 
4420 
Vitamin E 
Serum 
7395 
Vitamin K Gruppe 
Serum 
7397 

*Probe darf nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Blutentnahmesysteme - Farbkodierung
Probenmaterial 
Vacutainer® / Vacuette®[internationaler Farbcode] 
Sarstedt Monovette® / Kabevette® 
Serum 
rot (braun) 
weiß 
Serum mit Trennhilfe 
goldgelb (braun/schwarz) 
braun 
EDTA-Blut 
Violett 
rot 
Citrat-Blut [1+9, Gerinnung] 
Hellblau 
grün 
Citrat-Blut [1+4, BSG] 
Schwarz 
violett 
Heparin-Blut Na-/NH4 
Grün 
blau 
Heparin-Blut Li- 
Orange 
orange 
Fluorid [NaF, evtl + Oxalat] 
Grau 
gelb 
Jodat 
Grau 

Antikoagulatiencode nach ISO/DIS 6710
Antikoagulanz 
Buchstabencode 
Farbe 
Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)1)Dikaliumsalz
Dinatriumsalz 
KE
NE 
Lila
Lila 
Trinatriumcitrat 
9 2) NC
4 2) NC 
Hellblau
Hellblau 
Fluorid/Oxalat 
FX 
Grau 
Lithiumheparin 
LH 
Grün 
Natriumheparin 
NH 
Grün 
Acid.citric./Dextrose 
ACD 
Gelb 
Kein Zusatz 
Rot 
Serumtrennmedium 
Rot/Schwarz
Rot/Grau 

1) Ethylendinitriltetraessigsäure ist die korrekte Systembezeichnung, Ethylendiamintetraessigsäure ist jedoch als gebräuchlich anerkannt.
2) Die Ziffern kennzeichnen das Verhältnis von Blut zu Gerinnungshemmer.


Literatur:
  1. Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie), Bundesgesundheitsbl 2000; 43: 555–589
  2. Junge B, Hoffmeister H, Feddersen HM, Röcker. Dtsch Med Wschr 1978; 103: 260-5
  3. NCCLS – Guidelines, Collection, Transport and Processing of Blood Specimens for Coagulation Testing and General Performance of Coagulation Assays; Approved Guideline – Third Edition, H21-A3; Vol 18 No. 20; 5.2.1 December 1998.
  4. NCCLS – Procedures for the Collection of Diagnostic Blood Specimens by Venipuncture; Approved Standard –
  5. Fourth Edition H3-A4 Vol.18, No.7, June 1998.
  6. NCCLS – Urinalysis and Collection, Transportation, and Preservation of Urine Specimens; Approved Guideline – Second Edition, GP16-A2 Vol. 21 No 19 2001.
  7. Witt I, Beeser H, Müller-Berghaus G. Minimalanforderungen zur Gewinnung von Citratplasma für hämostaseologische Analysen. Lab Med 1995; 19: 143-5
  8. ADR Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (L'Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route).
  9. GGVS Gefahrgutverordnung Straße
  10. Regelungen für die Beförderung von ansteckungsgefährlichen Stoffen BRIEF NATIONAL Deutsche Post AG 24.9.2003
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